Die Arbeitszeit kann dabei für maximal zwei Jahre auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduziert werden. Und so funktioniert der Lohnausgleich: Wer beispielsweise nur noch 50 Prozent arbeitet, soll weiter 75 Prozent des letzten Bruttogehalts bekommen. Das zu viel gezahlte Geld wird nach der Pflegezeit verrechnet: Die Beschäftigten arbeiten wieder 100 Prozent, bekommen aber weiter nur 75 Prozent des Gehalts, bis das Zeitkonto ausgeglichen ist.

Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrats und kann somit zum 1. Januar 2012 in Kraft treten. Den von Opposition und Sozialverbänden geforderten Rechtsanspruch auf eine Pflegezeit wird es jedoch nicht geben.

Momentan erhalten in Deutschland 2,4 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Davon werden knapp 1,7 Millionen zu Hause von Angehörigen oder ambulanten Diensten betreut.

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