Zuschuss für den barrierefreien Umbau

Geld für den barrierefreien Umbau

Ob schmale Türen, kleine Badezimmer oder lästige Treppenstufen: mit der Zeit ändern sich die Anforderungen an den Wohnraum. Sie wollen auch im Alter zu Hause wohnen? goliving.de sagt Ihnen, wo Sie Gelder für den Umbau zur barrierefreien Wohnung bekommen.

Altersgerecht umbauen

Die Jahre machen sich zuallererst bei den kleinen Dingen bemerkbar. Treppen zu steigen fällt Ihnen schwerer, das Kochen oder das Öffnen von Fenstern geht Ihnen nicht mehr so leicht von der Hand. Mit zunehmendem Alter ändern sich die Anforderungen an den Wohnraum. Tatsache ist aber: Die meisten Wohnungen sind für ältere Menschen nicht geeignet. Wer aber rechtzeitig altersgerecht umbaut, schafft die Voraussetzungen für eine lange Zukunft in der eigenen Wohnung.

Beim Bauzentrum informieren

Was viele nicht wissen: Die meisten Länder und Städte unterstützen Sie bei Umbaumaßnahmen mit Wohnungsbau- und Zinsverbilligungsprogrammen. Die Programme ändern sich allerdings häufig. Deshalb am besten bei der zuständigen Baubehörde nachfragen und sich einen Beratungstermin geben lassen!

Die Stadt München fördert barrierefreie Konzepte derzeit mit einem Nachhaltigkeitsbonus – aber nur in Verbindung mit dem Förderprogramm Energieeinsparung (FES). Wer also beim energieeffizienten Umbau seiner Wohnung auch noch barrierefreie Standards berücksichtigt, bekommt einen kleinen Bonus (pro Wohnung 50 Euro, maximal 2.500 Euro). Auf alle Fälle sollten Sie aber das kostenlose Beratungsangebot des Bauzentrums in Anspruch nehmen. Sie müssen klären, ob Sie Ihre Wohnung überhaupt so umbauen können, dass Sie auch im Alter möglichst lange darin wohnen können.

Zinsgünstige Darlehen

Bund und Land fördern den barrierefreien Umbau über die KfW Privatkundenbank mit dem Programm "Altersgerecht umbauen". Zinsgünstige Kredite gibt es über das KfW-Programm 155 zu holen: Die KfW zahlt darin mittels Darlehen bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit aus. Der Kredit läuft maximal für 30 Jahre und ist in den ersten ein bis fünf Jahren (je nach Variante) tilgungsfrei.

Allerdings müssen Sie den Antrag stellen, bevor Sie die Umbauarbeiten in Angriff nehmen! Gefördert werden etwa die Verbreiterung von Türen, Rampen, Lifte oder die barrierereduzierende Umgestaltung des Badezimmers. Insgesamt gibt es 17 Förderbausteine, die Sie nach Ihren persönlichen Bedürfnissen kombinieren können.

Barrierefrei ohne Verschuldung

Sie wollen sich nicht mehr mit langfristigen Krediten verschulden? Seit dem 1. Mai 2010 gibt es auch eine Zuschuss-Variante (KfW-Programm 455). Bis zu 2.500 Euro pro Wohneinheit gewährt Ihnen die KfW, solange Sie mindestens 6.000 Euro investieren und die Qualitäts-Mindeststandards einhalten. Der Zuschuss beläuft sich auf fünf Prozent der förderfähigen Investitionssumme. Den maximalen Zuschuss gibt es also bei einer Gesamtinvestition ab 50.000 Euro pro Wohneinheit. Den Antrag für Zuschuss stellen Sie bei der KfW direkt. Und auch hier gilt: Erst um einen Zuschuss ansuchen, dann mit den Umbauarbeiten beginnen.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ kann ohne Probleme auch mit anderen KfW-Programmen kombiniert werden. Gerade die gleichzeitige Durchführung von Maßnahmen zur Energieeinsparung ist empfehlenswert. Eine Kombination mit der Zuschuss-Variante (KfW-Programm 455) ist hingegen nicht möglich.

» Frage an goliving-Finanzierungsexpertin Christine Allert
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