Schon seit langem bietet das Müttergenesungswerk (MGW) hochqualifizierte medizinische Maßnahmen, bei denen Mütter, die Angehörige pflegen, im Mittelpunkt stehen. Laut Geschäftsführerin Anne Schilling könnten alle Frauen dieses Angebot sofort in Anspruch nehmen, wenn der Mütterbegriff "funktional ausgeweitet" werden würde.

"Jemand, der Angehörige pflegt, hat ähnliche Anforderungen zu erfüllen wie eine Mutter", erklärt Schilling. Auch sie hätten einen 24-Stunden-Tag und müssten sich um die Erfüllung körperlicher und seelischer Bedürfnisse von Pflegebedürftigen kümmern.

Die IfeS-Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte bereits 2007 festgestellt, dass 80 Prozent der Pflegeleistung zu Hause von Frauen erbracht wird. Drei Viertel von ihnen leiden an mindestens einer Krankheit und brauchen spezialisierte Hilfe.

Angebote in Mütterkliniken

In vier anerkannten Mütterkliniken und mehreren vom MGW anerkannten Mutter-Kind-Kliniken werden diese Spezialmaßnahmen heute schon angeboten und können unterschiedlichsten Anforderungen – ob allein oder mit den zu pflegenden Angehörigen - gerecht werden. Die Schwerpunktmaßnahmen kommen spezifisch und ganzheitlich der körperlichen und seelischen Belastung der pflegenden Frauen entgegen.

So sind medizinische und physiotherapeutische Angebote genauso wichtig wie die psychosoziale Therapie mit indikations- und themenzentrierten Gruppen- und Einzelgesprächen sowie auch Körper- und Entspannungsübungen.

Ziel ist es, dass die Frauen ihren eigenen Bedürfnissen und den alltäglichen Erfordernissen wieder gerecht werden können, ohne selbst zu erkranken. Dabei stehen Empowerment (Maßnahmen für mehr Selbstbestimmung), Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe ganz oben.

Umfassende Hilfe bei der Beantragung von Kurmaßnahmen und Klärung der Betreuungssituation erhalten die Frauen bei den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im Verbund des Müttergenesungswerkes.

Mehr Infos: www.muettergenesungswerk.de

Quelle: Müttergenesungswerk

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